Druckerei-Glossar (A–Z) – Begriffe, die man kennen sollte
Dieses Druckerei-Glossar enthält grundlegende Begriffe rund um Offset- und Digitaldruck sowie zur Vorbereitung von Werbematerialien. Es wurde für alle erstellt, die Prozesse in der Druckerei besser verstehen und Dateien gemäß technischen Anforderungen anlegen möchten. Außerdem können einige Definitionen im Marketing und im Bereich Custom Publishing hilfreich sein. Deshalb lohnt es sich, diese Stichworte zu kennen, weil du dadurch Produktionsfehler leichter vermeidest und beim Beauftragen von Druck sicherer wirst.
- Vollfläche (Apla) – ein einheitlicher Farbauftrag über eine große Fläche. Das kann CMYK oder PANTONE sein. Deshalb wird eine Vollfläche häufig zur Qualitätskontrolle an der Offsetmaschine genutzt.
- Allokation – Anordnung von Elementen auf dem Bogen, um das Papier optimal zu nutzen und Abfall zu reduzieren.
- Druckbogen – ein großer Bogen, auf dem mehrere Nutzen gleichzeitig gedruckt und anschließend geschnitten oder gefalzt werden.
- Autotypie – Verfahren zur Wiedergabe von Tonwertverläufen (z. B. Fotos) mittels Druckraster.
- Rillen (Bigowanie) – Biegen von Papier entlang einer Rilllinie, was das spätere Falzen erleichtert. Es wird bei Papieren über 170 g eingesetzt, um das Aufbrechen des Druckbildes zu vermeiden.
- Platte (CTP-Form) – eine metallische Offsetdruckplatte aus der CTP-Technologie, bei der das Bild direkt vom Computer auf die Platte übertragen wird.
- Broschüre – eine mehrseitige Publikation, meist drahtgeheftet (Rückstichheftung). Deshalb eignet sie sich gut zur Präsentation von Firmen und Produkten.
- CMYK – das grundlegende Farbmodell im Druck: Cyan, Magenta, Yellow, Black. Deshalb werden Druckdaten in CMYK angelegt. Außerdem ist RGB ein häufiger Fehler und führt dadurch zu Farbabweichungen im Druck.
- Schnittmarken (Crop marks) – Marken außerhalb des Endformats, die beim exakten Schneiden helfen.
- Custom Publishing – Erstellung von individuellen Katalogen, Magazinen und Unternehmenspublikationen zur Unterstützung des Markenauftritts. Außerdem stärkt es die Beziehung zur Zielgruppe.
- Densitometer – ein Gerät zur Messung der optischen Dichte von Farbe auf dem Druck. Dadurch kann man die Farbsättigung kontrollieren.
- Druck – Vervielfältigung eines Bildes auf einem Bedruckstoff. Beim Bogenoffset geht das Bild von der Form auf den Gummituchzylinder und anschließend auf das Papier.
- DTP – digitale Druckvorstufe: Layout, Satz, Farbkorrektur sowie das Anlegen von Beschnitt.
- Belichtung (Exposition) – Belichten von Film oder Druckform, um ein druckfähiges Bild zu erzeugen.
- Falzen – mechanisches Falten von Bogen auf der Falzmaschine. Außerdem ist es ein wichtiger Schritt bei Büchern und Foldern.
- Laminieren (Foliieren) – Schutz des Bogens mit einer dünnen Folie: glänzend, matt oder Soft Touch für ein samtiges Finish.
- Guillotine (Schneidemaschine) – Gerät zum präzisen Schneiden von Papier, das sowohl am Ende als auch während der Produktion eingesetzt wird.
- Druckkopf – Bauteil von Tintenstrahl- oder Digitaldruckern, das die Tinte aufträgt. Sein Zustand beeinflusst die Druckqualität.
- Hot Stamping – Heißfolienprägung (z. B. Gold oder Silber), die Verpackungen und Katalogen ein elegantes Finish verleiht.
- Imposition – Anordnung der Seiten auf dem Bogen, damit nach Falzen und Schneiden die Reihenfolge stimmt.
- Buchbinderei / Weiterverarbeitung – Bereich für das Finish: Falzen, Kleben, Heften und Binden.
- Druckqualität – Grad der Bildwiedergabe, abhängig u. a. von Auflösung, Raster und Papier. Deshalb nutzt man in Druckereien die densitometrische Kontrolle.
- Karton (Kartoteka) – dickeres Papiermaterial, das in Hardcover-Bindungen sowie bei Mappen verwendet wird.
- PUR-Kleber – Polyurethan-Klebstoff für Klebebindungen mit hoher Haltbarkeit.
- Dispersionslack – schnell trocknender wasserbasierter Lack im Offsetdruck, der den Druck schützt und Glanz oder Matt erzeugt.
- UV-Lack – Lack, der durch UV-Strahlung gehärtet wird, punktuell oder vollflächig.
- Mock-up (Makieta) – Muster, das Layout von Grafik und Text vor der Produktion zeigt.
- Modul (Layout) – kleinste Layouteinheit, die man bereits in der DTP-Phase planen sollte.
- Auflage (Nakład) – Anzahl der Exemplare, die in einem Durchlauf gedruckt werden.
- Nummerierung – fortlaufende Nummern auf Nutzen, z. B. Tickets oder Gutscheine.
- Offset – Drucktechnik, bei der das Bild von der Form auf den Gummituchzylinder und danach auf Papier übertragen wird.
- Rückstichheftung – Drahtheftung, beliebt bei Broschüren, Katalogen und Zeitschriften.
- Pantone (PMS) – Farbsystem für eine präzise Wiedergabe von Sonderfarben.
- Proof – Probedruck zur Beurteilung der Farben vor dem Produktionsdruck. Dadurch lassen sich Korrekturen vornehmen. Außerdem werden Proofs ausschließlich auf glänzendem Papier erstellt.
- Perforation (Nacinanie) – Einschnitte, die das Abtrennen von Teilen erleichtern, z. B. bei Coupons.
- Reprografie – Vorbereitung für den Druck: Scan, Farbkorrektur und Satz.
- Siebdruck – Technik, bei der Farbe durch ein Gewebe gedrückt wird, u. a. für Textilien und Werbeartikel.
- Stanzen – Ausstanzen von Formen aus Papier oder Karton mit einem Stanzwerkzeug.
- Beschnitt (Spad) – Grafik, die über die Schnittlinie hinausgeht, um weiße Kanten zu vermeiden. Außerdem ist das ein häufiger Fehler in Druckdaten.
- DTP-Satz – Vorbereitung von Text und Grafik in Layout-Programmen inklusive Druckeinstellungen.
- Prägung – Erzeugen von erhabenen oder vertieften Mustern, oft kombiniert mit Hot Stamping.
- Thermodruck – Methode zur Fixierung von Pigment durch hohe Temperatur.
- Druckveredelung – zusätzliche Effekte wie Lackieren, Laminieren und Prägen.
- Stanzform (Wykrojnik) – Werkzeug zum Stanzen, das eine definierte Form aus Papier oder Karton schneidet.
- Papierbahn – langer Papierstreifen, der in Rollen-/Zylindermaschinen genutzt wird.
- Einseitig / beidseitig bedruckt – Information, ob auf einer oder auf beiden Seiten gedruckt wird.
- Vergoldung – Aufbringen von Goldfolie auf Designelemente, oft bei edlen Verpackungen und Einladungen.

